Die Rosenheimer Ämterlotsen werden gemeinsam von Caritas und Diakonie im Stadt- und Landkreis getragen. Seit 2007 wird hier bei Behördengängen Hilfe geleistet.

Was machen Ämterlotsen?

  • Ämterlotsen begleiten Betroffene bei ihren Behördengängen.
  • Sie helfen bei der Vorbereitung und Antragstellung.
  • Die Ämterlotsen sehen sich als Vermittler zwischen den Behörden und den Betroffenen.
  • Sie können zu einer entspannteren Gesprächssituation beitragen.
  • Die Ämterlotsen arbeiten freiwillig und ehrenamtlich. Sie erhalten eine Ausbildung, Qualifizierung und fortlaufende Gruppenberatung, um den Anforderungen der Begleitung gerecht werden zu können.
  • Die Ämterlotsen sind keine Rechtsberatung oder Vertretung!
  • Die Ämterlotsen unterliegen der Schweigepflicht.
  • Die Hilfeleistung der Ämterlotsen ist kostenfrei.

Wenn Sie glauben, eine Ämterlotsin, ein Ämterlotse wäre hilfreich und könnte Sie beim Gang zum Amt unterstützen, dann rufen sie hier an:
0171 – 7665224
oder Sie wenden sich per per Mail an unsere Leitstelle.

Wie geht es dann weiter?

  1. Wir rufen Sie zurück und klären Ihre Anfrage zunächst mit Ihnen ab.
  2. Wenn wir ein gemeinsames Anliegen vereinbart haben, setzen wir uns mit einer Ämterlotsin, einem Ämterlotsen in Verbindung und geben Ihren Namen, Ihre Telefonnummer und Ihr Anliegen weiter.
  3. Danach setzt sich die Ämterlotsin, der Ämterlotse direkt mit Ihnen in Verbindung um Ort und Zeit des Vorgespräches und des Termins auf dem Amt zu vereinbaren.
  4. Sie treffen sich z.B. im Eingangsbereich der Behörde und lernen sich kennen – danach erfolgt der gemeinsame Besuch bei der Behörde.
  5. Der Einsatz ist – hoffentlich für alle drei Beteiligten – erfolgreich abgeschlossen.

In einem kleineren Kreis tarfen sich im Juli aktive ÄmterlotsInnen um zusammen mit einer erfahrenen Mediatorin anhand ganz konkreter Praxisbeispiele das Thema “Gespräch im Amt auf Augenhöhe führen” im wahrsten Sinn des Wortes durch zu ackern.
Auch wenn es teilweise anstrengend war, es hat sich gelohnt und alle Teilnehmenden sind mit dem berühmten Mehrwert einer solchen Fortbildungsveranstaltung für sich selbst und für ihre Tätigkeit als ÄLO nach Hause gegangen.

Einen sehr informativen Fortbildungsabend gab es im Mai zu dem Thema “Schuldner- und Insolvenzberatung” .

Jürgen Weicker, Schuldnerberater der Diakonie Rosenheim stellte die Arbeit der Schuldner- und Insolvenzberatung vor, erläuterte die Grundzüge der Arbeit sowohl der Schuldnerberatung wie den Ablauf eines Privatinsolvenzverfahrens

Im Mittelpunkt des ÄLo-Treffs im Februar 2018 in Rosenheim stand der Erfahrungsaustausch. In den ersten sieben Begleitungen gab es unterschiedliche Erfahrungen, was den Zeitraum, die Intensität und das Zusammenwirken von ratsuchenden Menschen mit ÄmterlotsInnen angeht.

Zwei Ämterlotsen durften wir gemeinsam verabschieden – vielen Dank für Ihr Mittun in den letzten Jahren und den Zuspruch, “macht weiter so, die Menschen brauchen Euch”.

Es wurde gefeiert, zusammen mit rund 40 Gästen, darunter Domkapitular Reichel, den Leitern der beiden Jobcenter in Stadt und Landkreis Rosenheim, Herren Feuersinger und Heuberger und Frau Weber, der Leiterin des Sozialamtes des Landkreises, gab es eine kurze Rückschau auf 10 Jahre Entwicklung und Arbeit des ökumenischen Projektes, den Stand heute und die Entwicklungen in der nächsten Zeit.
Zwei aktive Ämterlotsen – eine aus der allerersten Ausbildungsgruppe und einer aus der Letzten haben über ihre Erlebnisse berichtet und darüber, warum sie diese Tätigkeit gerne ausführen.

Frau Susanne Podchul hat stellvertretend für die beiden Träger Caritas und Diakonie ein Statement abgegeben, Herr Feuersinger für die beiden Jobcenter.

Der Auftritt der A Capella Gruppe “Fünferl” hat Begeisterung entfacht, nicht nur beim Hartz IV Song, sondern über die ganzen 1,5 Stunden hinweg.

Für den Nachhauseweg und als Dank an alle Anwesenden Ehemaligen und Aktiven gab es Rosen – ein gelungener Abend, der denen, die dabei waren sicher einige Zeit im Gedächtnis bleiben wird

Jetzt geht es Schlag auf Schlag:

Am 4.10 startet der fünfte Ausbildungkurs – rund 15 Menschen werden sich dieser neuen Aufgabe stellen und den Kurs absolvieren, der eine Voraussetzung zur Übernahme des “Ehrenamtes” als ÄmterlotseIn ist.

An sieben Abenden gibt es ein umfangreiches Lehr- und Lernprogramm, Vieles soll gemeinsam erarbeitet und ausprobiert werden um sich gut auf die spätere Arbeit vorzubereiten zu können.

Am 10.10. findet in den Räumen der Kath. Pfarrei St. Michael in Rosenheim, Westerndorferstrasse 43 ab 19.30 Uhr zunächst ein kleiner Festakt zum 10 Jährigen statt – alle Ehemaligen und Aktiven sind eingeladen, auch Gäste herzlich willkommen.

Anschließend gibt ein Konzert mit der Gruppe „Fünferl“. Das Quintett der Männer aus dem Chiemgau begeisterte bereits bei verschiedensten Auftritten mit ihrem á capella Gesang und ihren überwiegend deutschsprachigen Liedern. Ihre Texte erzählen vom allzu Menschlichen und nehmen es humorvoll aufs Korn, sie laden in fließenden Balladen zum mitträumen ein oder reißen die Zuhörer durch ihre Rhythmen mit.

Alle an der Arbeit und der Musik Interessierte sind herzlich eingeladen zum Empfang und Konzert zu kommen – der Eintritt ist frei, Spenden nehmen wir für die weitere Finanzierung unserer Arbeit und dem ehrenamtlichen Engagement gerne entgegen.

Die Arbeit dieses seit 2015 in allen Stellen der Bundesagentur Arbeit tätigen Fachbereiches stellten zwei Mitarbeitende im Rahmen des monatlichen Treffens vor.
Viele Fragen der Ämterlotsen – wie komme ich zu INGA? – wer kann/darf zu INGA? – was macht INGA im Gegensatz zur normalen Arbeitsvermittlung ? – welche Entwicklungen könnten die Arbeitswelt in den nächsten Jahren weiter verändern ? (Stichworte: Lebenslanges Lernen, Digitalisierung) konnten beantwortet werden und haben zu einem gemeinsamen guten Gespräch geführt.

Der Erfahrungsaustausch über Einsätze im letzten Quartal 2016 stand im Mittelpunkt des ersten Aktiven-Treffens am 19.1.17 in der Diakonie in Rosenheim.

Anhand mehrerer Beispiele wurde wieder die Grundfrage “Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit der Ämterlotsen” besprochen; sollen Ämterlotsen Begleiter, Fürsprecher, sein, auf welche Seite schlagen sie sich, wie kann man damit umgehen, wenn man bei einer Begleitung das Gefühl bekommt, zwischen allen Stühlen zu sitzen, oder von einer Seite “mißbraucht” zu werden.

Darauf gibt es keine in jedem Fall gleich gültigen Antworten, situatives Umgehen und Handeln entlang den Maßstäben der Ämterlotsenarbeit ist hier immer wieder neu aus zu tarieren und vor Allem wichtig: Die Arbeit als ÄLO muss in einem ausgewogenen Verhältnis zur eigenen Person und Rolle stehen.

Die monatliche Zusammenkunft der Aktiven fand vor Kurzem in den neuen Räumen der Caritas “Gleis 1” am Bahnhof statt.

Der Besuch des Buchkaffee`s, der Fahrradstation und der Begegnungsstätte für Menschen mit Beeinträchtigungen war erfrischend und aufschlussreich – bis dahin, dass auch ÄmterlotsenInnen im Einzelfall diese Einrichtungen für Begegnungen mit Ratsuchenden nutzen können um zum Beispiel in einem ruhigen Eck gemeinsam einen Antrag durchzugehen und aus zu füllen.

Das Buchkaffee ist von Montag bis Freitag geöffnet und für jedermann/frau zugänglich.

Keine Vereinbarung von Bewerbungsbemühungen ohne Vereinbarung zur Bewerbungskostenübernahme

Das BSG hat mit Urteil vom 23. Juni 2016 – B 14 AS 30/15 R klargestellt, dass Eingliederungsvereinbarungen, in denen sanktionsbewerte Bewerbungsbemühungen geregelt werden, diese aber gleichzeitig keine Regelung zur Übernahme von Bewerbungskosten enthält, nichtig ist und dementsprechend dahingehende Sanktionen rechtswidrig sind oder waren.

http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=ps&nr=14289

Seit 19.6.2016 gilt es nun:

JederMann/frau hat in Deutschland das Recht auf ein Basiskonto, sollte sich ein Kreditinstitut ohne Angabe von Gründen weigern, so ist am Besten Rat zu suchen bei Schuldnerberatungsstellen oder der Verbraucherzentrale.

Das Monatstreffen der Rosenheimer ÄmterlotsenInnen im Juni mit einem Gast!

Eine bis vor Kurzem bei einem Jobcenter beschäftigte Arbeitsvermittlerin erzählte aus Ihrer Sicht und ihrer Einstellung heraus, wie sie diese Arbeit empfand und bewältigte.

Menschen ernst nehmen, Ihnen zuhören, Stärken herausarbeiten und daran neue Perspektiven entwickeln und ermöglichen – das waren Kernaussagen, die nicht immer mit dem identisch sind, was Betroffene und auch Ämterlotsen erleben – aber es bleibt auf jeden Fall wünschenswert.

Weg von statistischen Zahlen, 0-8-15 Maßnahmen hin zu individuellen Beratung und Begleitung, auch auf Wunsch Betroffener dann noch für einige Zeit, wenn Sie Hartz IV verlassen haben.

Ein spannender Austausch mit vielen Fragen und Antworten!

EV, also Eingliederungsvereinbarung – das ist ein wichtiges Instrument im SGB II, wenn es um die (Wieder-)Eingliederung von Menschen in die Abeitswelt geht.

Geht es da wirklich um ein “Verhandeln” auf gleicher Augenhöhe zwischen der/dem Antragssteller und dem JC, oder wie es ja auch im Gesetz steht, doch um einen einseitigen Verwaltungsakt.

Darüber sprachen wir beim Mai Treffen – beide Möglichkeiten gibt es im Gesetz mit zum Teil unterschiedlichen, auch rechtlichen Folgen – was auf jeden Fall immer angeraten ist: Gut auf das Gespräch zur EV vorbereiten, eigene Ideen und Vorschläge aktiv einbringen und die EV vor dem Unterschreiben in Ruhe und sorgfältig durchlesen und prüfen.

Der Gesetzestext zur EV befindet sich in § 15 SGB II.

Den zweiten Teil bildete der Austausch über die in den letzten Wochen statt gefundenen Begleitungen.

Im Mittelpunkt des Treffens im April 2016 stand die Vorstellung der Caritas – des Wohlfahrtsverbandes der römisch katholischen Kirche.
Nach Geschichte und Aufbau der Caritas interessierte vor Allem die konkrete Arbeit im Raum Rosenheim, angefangen von den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen über die Altemheime bis hin zu den vielfältigen Angeboten der Caritaszentren in Stadt und Landkreis Rosenheim.

Ein sowohl als Ämterlotse wie auch ehrenamtlich Tätiger im Flüchtlings- und Asylbereich berichtete über ein Informationstreffen der Bundesagentur zu den spezifischen Anforderungen in diesem Bereich.
Das Ämterlotsenprojekt von Caritas und Diakonie ist hier nicht selbst gefragt – erst wenn jemand in das Arbeitslosengeld “herüber rutscht” kann es zu einzelnen Fragestellungen beim Helfen zum Ausfüllen von Formularen und im Einzelfall Begleitungen durch Ämterlotsen kommen. Wichtig ist dabei grundsätzlich, dass sich die Menschen direkt an das Ämterlotsenprojekt wenden.

März Treffen der ÄLO in Rosenheim – als Gast und Referent: Ein Mitglied des Vorstandes des Vereins Ospe e.V. – Oberbayerische Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener (OSPE) e. V.”.

Spannend und abschwechslungsreich war es:

Da erzählte ein gestandener Mann seine eigene Lebensgeschichte ganz offen – vom „normalen“ Leben mitten in der Gesellschaft, mit beruflichen, sportlichen und privaten Höhen – über den Abbruch all dessen durch die eigene psychische Erkrankung – die ganzen Dunklen Seite des Lebens und Erlebens seiner selbst, wie auch der Reaktionen seiner Umgebungen vor rund 10 Jahren – und dem langsamen wieder gesunden und dem Gewinn der Überzeugung, das Erlebte nicht „nur” zu verarbeiten sondern auch zu versuchen, anderen Menschen zur Seite zu stehen und sich als Betroffener selbst zu engagieren.
Der Abend verlief schnell, viele ganz unterschiedliche Fragen und Einschätzungen lagen im Raum.

Nach getaner Arbeit – mit neuem Ausbildungskurs 2015, wieder vielen Begegnungen und Begleitungen von Menschen in Stadt und Landkreis Rosenheim – war es wieder mal so weit – das adventliche Zusammensein mit einem Dankeschön an Alle, einer Weihnachtsgeschichte und der Verabschiedung einer Ämterlotsin aus Bad Feilnbach fand vor Kurzem in den Räumen der ARCHE in Rosenheim statt.

Auch einen Ausblick auf 2016 mit den Terminen der monatlichen Fortbildungs- und Austauschtreffen gab es – neue Herausforderungen und Ideen warten auf die ganze Mannschaft, sowohl die freiwillig Tätigen wie das Einsatzteam von Caritas und Diakonie Rosenheim.